Erfahrungsbericht:

Video-Produktion in Rehabilitationsprogrammen

Für Jeff Nash, Program Director von Habilitat, einer landesweit anerkannten Einrichtung für Drogenentzug auf der Insel Oahu, Hawaii, hat die Entdeckung von bis zu 30 Jahre alten Filmen und VHS-Kassetten ganz neue Möglichkeiten in der Langzeitbetreuung der Bewohner seiner Einrichtung eröffnet.

„Ende 2007 entdeckten wir all diese Videos, die vom leider inzwischen verstorbenen Gründer der Organisation erstellt wurden“, erinnert sich Jeff. „Er hatte viel Material produziert, das Meiste über die Geschichte unserer Organisation. Und er hat viele Interviews gegeben, die bis 1971, dem Gründungsjahr von Habilitat, zurück reichen. Da gab es also eine Menge wertvolles Material.“

Viele der Videos, die Jeff entdeckt hatte, zeigen Gründer Vinny Marino, während er das strukturierte Langzeitprogramm von Habilitat und die Vermittlung eines positiven Lebensstils in Verbindung mit harter Arbeit und familiären Werten erläutert.

Jeff fährt fort: „Als ich mir diese Aufnahmen ansah, merkte ich, dass die Qualität bei einigen aufgrund des hohen Alters bereits gelitten hatte. Daher entschieden wir uns, diese Videos zu digitalisieren, um sie zu retten – und wir mussten schnell handeln.“

Pinnacle Life

Um das Videomaterial zu retten, hat sich das Non-Profit Acquisition Team von Habilitat mit Pinnacle Systems in Verbindung gesetzt und die Pinnacle Movie Box® für die Digitalisierung des analogen Bildmaterials sowie Pinnacle Studio™ Version 11 für die Bearbeitung angeschafft.

„Doch während wir diese historischen Videoaufnahmen digitalisierten, stellte ich fest, dass wir seit dem Tod des Gründers im Jahr 2000 eigentlich keine neuen Aufnahmen gemacht hatten“, erläutert Jeff. „Wir entschieden, einige neue Videos zu drehen – teilweise, um Werbung für Habilitat zu machen. Wir wollten aber auch Videos von Bewohnern in unsere Website integrieren, damit ihre Angehörigen die Fortschritte sehen können und mehr über die Einrichtung und das Programm erfahren. Viele unserer Bewohner kommen aus allen Teilen der USA zu uns“, fährt Jeff fort. „Ihre Familien sind weit weg, daher wollten wir Ihnen einen Eindruck vermitteln von dem, was wir hier machen.“

Nach der Anschaffung einer hoch auflösenden Videokamera begannen Jeff und sein Team mit Videoaufnahmen, die dann mit Pinnacle Studio 11 bearbeitet und schließlich auf der Website bereitgestellt wurden. (www.habilitat.com/video.html)

„Wir hatten viel Spaß beim Erstellen der Übergänge und ich finde immer neue Möglichkeiten, die Software zu nutzen“, kommentiert Jeff. „Ich probiere immer neue Wege aus, um den Menschen einen einfacheren Zugriff auf die längeren Videos zu ermöglichen, die lange Download-Zeiten haben. Für die Familienangehörigen ist das nicht wirklich ein Problem, weil sie sicher auch eine Stunde warten würden, um ihr Kind oder ihren Partner in einem Video zu sehen. Trotzdem suche ich weiter nach Möglichkeiten, die Ladezeiten der Videos zu verkürzen.“

Jeff plant zudem, Schulungen für die Videoproduktion und –bearbeitung mit Pinnacle Studio in das Berufsbildungsprogramm von Habilitat aufzunehmen. Dadurch erhielten die Bewohner des 200-Betten-Hauses die Möglichkeit, Videobearbeitung und –produktion im Rahmen ihrer Computerkurse kennen zu lernen.

„Die Teilnehmer sollen ein Video nach dem Motto ‚Ein Tag im Leben von...’ erstellen, das den Tagesablauf hier zeigt; und es würde komplett von den Bewohnern produziert“, erklärt Jeff. „Eine andere Möglichkeit wäre, ein Werbevideo zu produzieren, dass dann an potenzielle Kunden verschickt werden könnte. Meine Idealvorstellung ist, dass wir eine eigene kleine Dokumentation für potenzielle Kunden erstellen, die zeigt, was sie von unserem Programm erwarten können. Wir könnten die verschiedenen Aspekte des Programms vorstellen – die berufsbezogenen Schulungen und die Kurse für diejenigen, die ihren Highschool-Abschluss nachholen möchten – und alle diese Kurse dokumentieren.“

Jeffs Ziel dabei ist es, ein Profil für jede Schulungsabteilung zu erstellen und zu erklären, was zukünftige Bewohner erwarten können, worum es bei Habilitat geht, welche Angebote es gibt und wie ihnen das Programm helfen kann.

„Das ist bereits alles in Arbeit“, erläutert Jeff, „aber es wird sicher noch eine Weile dauern, weil wir uns natürlich in erster Linie auf die Rehabilitation unserer Kunden konzentrieren.“

Doch Habilitat befasst sich nicht nur mit Rehabilitation. Die Mitarbeiter arbeiten mit großem Einsatz in der Gemeinde, um Drogenmissbrauch und andere destruktive Verhaltensweisen zu verhindern.

„Wir suchen immer nach neuen Wegen, die Leute darüber zu informieren, was wir hier in unserer Gemeinde machen“, sagt Jeff. „Wir besuchen Highschools und sprechen mit den Kindern über die Gefahren des Drogenmissbrauchs, versuchen zu erklären, wie es im Gefängnis ist, und wir suchen immer nach neuen Mitteln, unsere Botschaften zu verbreiten. Video ist ein gutes Medium, um diese Botschaften der Jugend nahe zu bringen und mit Studio 11 haben wir das richtige Instrument, um dies umzusetzen.“

Als erfahrener Computer-Anwender hatte Jeff keine Probleme, sich mit den Funktionen von Pinnacle Studio Version 11 vertraut zu machen. Aber gerade weil die Software so leicht zu bedienen ist, kam er auf die Idee, dieses Thema in das Curriculum aufzunehmen, um die Kreativität der Bewohner zu fördern.

"„Ich habe damit ein paar Stunden herumgespielt, bis ich mich mit denn Funktionen vertraut gemacht hatte, aber ich probiere so etwas auch lieber aus, als dass ich im Handbuch blättere“, gibt Jeff zu. „Ich probiere so lange herum, bis ich es geschafft habe. Ich lese keine Softwarehandbücher, ich teste lieber, spiele mit dem Programm und warte ab, was passiert. Wenn ich dann nicht das gewünschte Ergebnis erziele, fange ich eben wieder von vorne an. Wenn ich dann weiß, wie es funktioniert, merke ich mir die erforderlichen Schritte und wiederhole diese beim nächsten Mal. Die meisten unserer Bewohner haben schon einmal mit dem Computer gearbeitet, daher bin ich mir sicher, dass die Teilnehmer durch die Kombination aus der vorhandenen Erfahrung und der Anleitung in den Kursen problemlos den Umgang mit Studio 11 lernen werden. Die Benutzeroberfläche ist sehr einfach zu bedienen.”

Pinnacle Life

Das Einzige, was den gesamten Ablauf der Videoproduktion etwas zeitaufwändig macht, ist das proprietäre Aufnahmeformat seiner Kamera. Jeff ist sehr zufrieden mit der Videoqualität, der Performance seiner Kamera und der einfachen Bedienung. Als er Probleme mit dem Dateiformat hatte, fand er bei Online-Recherchen heraus, dass es sich dabei zwar um ein Standardformat handelte, welches jedoch auf besondere Art eingesetzt wurde, sodass er auf eine Anpassung seiner Post-Production-Software warten musste, bis dieses Problem gelöst werden konnte. Glücklicherweise hat Pinnacle sein Studio 11 schnell aktualisiert, um den Umstieg zu erleichtern.

„Das ist eine hoch auflösende Kamera mit einer 60-GB-Festplatte, die im TOD-Format aufnimmt“, erklärt Jeff. „Es gibt kaum Software, die dieses Format erkennt, daher müssen sämtliche Aufnahmen zunächst mit der mitgelieferten Software in das MOV-Format umgewandelt werden, bevor wir diese mit Pinnacle Studio bearbeiten und konvertieren können. Das ist ziemlich aufwändig, aber ich habe in einem Pinnacle-Forum gelesen, dass es Pläne gibt, dieses Format in der nächsten Version von Pinnacle Studio zu unterstützen. Die Kamera-Software bietet einige Funktionen, die auch in der Pinnacle-Software enthalten sind“, sagt Jeff, „doch Pinnacle Studio ist viel einfacher zu bedienen. Das Video lädt schneller und alles erscheint schneller als mit der mitgelieferten Kamerasoftware, daher nutze ich lieber Pinnacle Studio 11 für die gesamte Bearbeitung und Produktion.“

Nach Aussage von Jeff unterscheiden sich die beiden Softwareanwendungen durch viele kleine Details, die es jedoch für Jeff und sein Team einfacher machen, wenn sie mit Pinnacle Studio Version 11 arbeiten.

„Wenn man Videoclips aus einem Ordner auf die Timeline zieht, geht das mit der Pinnacle-Software viel schneller als mit der Kamera-Software“, erläutert Jeff. „Es gibt einfach viele kleine Funktionen, die anscheinend besser und schneller sind. Beispielsweise die Dateikonvertierung von Pinnacle: Als ich versuchte, Übergänge für alle aktiven Clips einzufügen, dauerte das mit der Kamera-Software viel länger als mit Studio 11. Die Pinnacle-Software scheint auch stabiler zu laufen und der Workflow ist schneller. Man muss nicht so häufig warten wie bei der Kamera-Software.“

Jeff nutzt die Pinnacle Studio Version 11 nahezu jeden Tag, probiert neue Funktionen aus, hat immer wieder neue Ideen und versucht diese mit Hilfe der Software umzusetzen. Doch im Gegensatz zu den ersten Wochen verbringt er jetzt nicht mehr viele Stunden täglich mit der Software.

„Als die Software ankam, hab ich in der ersten Woche jeden Tag einige Stunden damit verbracht“, kommentiert Jeff. „Jetzt probieren wir meistens ein wenig damit herum. Ich habe einige kleine Videos für die Familien unserer Kunden produziert, doch für die großen Projekte lernen wir noch weitere Funktionen der Software kennen und versuchen die Kamera optimal zu nutzen.“

Die Reaktion auf die kleinen Videoclips war sehr positiv. Habilitat hat bereits zahlreiche E-Mails von Familienangehörigen erhalten, die meisten davon Tausende Meilen entfernt. Viele davon haben ihr Kind zu Habilitat geschickt, ohne dass sie Gelegenheit hatten, sich selbst ein Bild von den Bedingungen vor Ort zu machen.

„In den ersten sechs Monaten des Programms dürfen die Bewohner keinen Besuch empfangen, daher hat so ein kleines Video eine große Bedeutung für die Familien“, erklärt Jeff. „Sie sehen das Lächeln ihres Kindes, dem es besser geht und das schon viel gesünder aussieht. In vielen E-Mails sagen mir die Eltern, dass sie ihr Kind schon seit Jahren nicht mehr so gesehen haben Für jeden, der in unserer Branche arbeitet, sind solche Kommentare sehr ermutigend. Nach meiner Ansicht ist das der positivste Effekt, den unser Video-Projekt bisher gehabt hat.“

Oahu, HI, USA: Jeff Nash

Video-Produktion in Rehabilitationsprogrammen

Für Jeff Nash, Program Director von Habilitat, einer landesweit anerkannten Einrichtung für Drogenentzug auf der Insel Oahu, Hawaii, hat die Entdeckung von bis zu 30 Jahre alten Filmen und VHS-Kassetten ganz neue Möglichkeiten in der Langzeitbetreuung der Bewohner seiner Einrichtung eröffnet.